Jenseits der Mauern wartet eine ganze Provinz darauf, entdeckt zu werden.
Die Stadtmauern von Lucca sind nicht nur ein Denkmal: Sie bildeten jahrhundertelang die Grenze, die die ummauerte Stadt von dem von ihr beherrschten Gebiet trennte. Das Verständnis dieser Grenze hilft, ein häufiges Missverständnis bei Besuchern zu verstehen: Wenn ein Einheimischer sagt: „Ich komme aus Lucca“, meint er möglicherweise die kleine, von den Mauern umschlossene Altstadt. 4,2 km Maueroder an einen von ihnen 33 Gemeinden, die die Provinz Lucca bildenDas Gebiet erstreckt sich von den Ebenen bis zum Garfagnana-Gebirge. Diese Unklarheit hat historische Wurzeln: Jahrhundertelang kontrollierte die Republik Lucca ein weitaus größeres Gebiet, als die Stadtmauer vermuten lässt, und diese Vergangenheit prägt noch heute die Identifikation der Menschen mit der Region.
Innerhalb der Stadtmauern von Lucca selbst befinden sich die Viertel, in denen die Stadt täglich bewohnt wird: Heiliger MarkusWohngebiet und Waldgebiet, Sant'Anna, mit Märkten und Schulen, die nicht vom Tourismus abhängig sind, und San Concordio Und Orange, moderner. Weiter im ländlichen Gebiet findet man die Frazioni, kleinere Dörfer, die mit der Gemeinde verbunden sind, aber über eine eigene Kirche, einen eigenen Marktplatz und ein eigenes Fest verfügen, wie zum Beispiel Brücke in Morianoam Ufer des Serchio, Nozzano, mit seiner mittelalterlichen Burg und Mount San QuiricoDie
Verlässt man die Gemeinde Lucca, gliedert sich die Provinz in 32 weitere Gemeinden, von denen jede ihren ganz eigenen Charakter hat: Viareggioan der Küste, Camaiorezwischen Meer und Hügeln Altopascio, in der Ebene im Osten, und Pietrasanta, bekannt für seine Kunstgalerien und seinen Marmor. In diesem Gebiet verstreut liegen auch einige der schönsten Borghi der Toskana, historische Dörfer mit engen Gassen und Steinhäusern, die die Jahrhunderte nahezu unverändert überdauert haben: Stabil, hoch oben auf einem Hügel von Garfagnana, Monte Carlo, umgeben von Weinbergen und berühmt für seinen Weißwein, Castelnuovo di Garfagnana, die ehemalige Verwaltungshauptstadt der Region, und Borgo a Mozzano, die von der berühmten Ponte della Maddalena überquert wird, die auch genannt wird TeufelsbrückeEs lohnt sich, sich Zeit für mindestens ein Dorf zu nehmen, auch wenn es abseits der Touristenpfade liegt: Dort zeigt sich in der Regel die ungeschliffene Seite Italiens.